Fotos: Robert Straubmüller

STAYIN’ ALIVE – mit Seuchen leben.

Zeitraum

29 Juli 2021 – 03 Oktober 2021

Ort

Turm zur Katz, Konstanz

Beteiligte

Universität Konstanz, HTWG Konstanz, Staatliche Hochschule für Musik Trossingen

Die Pandemie – eine Thematik, die derzeit die ganze Welt in Atem hält. Ein Blick in die Geschichte lehrt uns: Pandemien und Seuchen sind Teil der Menschheitsgeschichte. Sie be­stehen fortan und betreffen alle Lebensbereiche. Das plötzliche und weitreichende Auftreten von Seuchen, das für Cha­os und eine Atmosphäre der Unge­wissheit und Unsicherheit sorgte, lässt sich über die Epochen hinweg in verschiedenen historischen Quel­len nachverfolgen. Dennoch gel­ten viele dieser Pandemien fälsch­licherweise als ausgestorben oder werden wie die Pest als genuine Mittelalterkrankheit abgestempelt. So sind letzte große Pandemien, die zum Teil gerade einmal 100 Jahre zu­rückliegen und Millionen Menschen das Leben kosteten, erst durch den Ausbruch des Coronavirus wieder in das kulturelle Gedächtnis gerückt. Doch Pandemien, wie Covid­19 be­ treffen die Gesundheit aller Men­schen und ziehen weitreichende Fol­gen nach sich. Sie verschieben das gesamte soziale sowie politische Gefüge und wirken sich auf viele Aspekte des allgemeinen Bewusst­ seins und Zusammenlebens aus.

An diesem gesellschaftlich, poli­tisch und medizinisch hochaktuel­len Szenario setzt das Ausstellungs­projekt unter dem Ausstellungstitel „STAYING ALIVE – mit Seuchen le­ben“ an. Die Ausstellung gibt den Besucher:in­ nen die Möglichkeit, sich dezidierter sowohl mit der heutigen, wie auch vergangenen Pandemien und ihrem Umgang von der Antike bis zur Ge­genwart auseinanderzusetzen. Wie wird und wurde Bericht erstat­tet und wie kommuniziert in Zei­ten einer Pandemie? Wie wurde geforscht und wie wurde das ge­nerierte medizinische Wissen von Herrschenden zur Seuchenbekämp­fung erprobt? Und welchen Einfluss hatte dies auf die Gesellschaft? Mithilfe von analogen wie digitalen Methoden werden auf vier Stock­werken diese vier Aspekte themati­siert, die untrennbar mit Pandemien verknüpft sind: Digitalisierung, Medi­zin, Politik und nicht zuletzt die Ge­sellschaft. Dabei gibt sie Einblicke in den Umgang mit Pandemien in der Weltgeschichte und den Besuchenden erschließt sich eine neue und gewinnbringende Perspektive auf die akute Corona-­Pandemie.

STAYIN‘ ALIVE – mit Seuchen leben

2021

Turm zur Katz, Konstanz

Die Pandemie – eine Thematik, die derzeit die ganze Welt in Atem hält. Ein Blick in die Geschichte lehrt uns: Pandemien und Seuchen sind Teil der Menschheitsgeschichte. Sie be­stehen fortan und betreffen alle Lebensbereiche. Das plötzliche und weitreichende Auftreten von Seuchen, das für Cha­os und eine Atmosphäre der Unge­wissheit und Unsicherheit sorgte, lässt sich über die Epochen hinweg in verschiedenen historischen Quel­len nachverfolgen. Dennoch gel­ten viele dieser Pandemien fälsch­licherweise als ausgestorben oder werden wie die Pest als genuine Mittelalterkrankheit abgestempelt. So sind letzte große Pandemien, die zum Teil gerade einmal 100 Jahre zu­rückliegen und Millionen Menschen das Leben kosteten, erst durch den Ausbruch des Coronavirus wieder in das kulturelle Gedächtnis gerückt. Doch Pandemien, wie Covid­19 be­ treffen die Gesundheit aller Men­schen und ziehen weitreichende Fol­gen nach sich. Sie verschieben das gesamte soziale sowie politische Gefüge und wirken sich auf viele Aspekte des allgemeinen Bewusst­ seins und Zusammenlebens aus.

An diesem gesellschaftlich, poli­tisch und medizinisch hochaktuel­len Szenario setzt das Ausstellungs­projekt unter dem Ausstellungstitel „STAYING ALIVE – mit Seuchen le­ben“ an. Die Ausstellung gibt den Besucher:in­ nen die Möglichkeit, sich dezidierter sowohl mit der heutigen, wie auch vergangenen Pandemien und ihrem Umgang von der Antike bis zur Ge­genwart auseinanderzusetzen. Wie wird und wurde Bericht erstat­tet und wie kommuniziert in Zei­ten einer Pandemie? Wie wurde geforscht und wie wurde das ge­nerierte medizinische Wissen von Herrschenden zur Seuchenbekämp­fung erprobt? Und welchen Einfluss hatte dies auf die Gesellschaft? Mithilfe von analogen wie digitalen Methoden werden auf vier Stock­werken diese vier Aspekte themati­siert, die untrennbar mit Pandemien verknüpft sind: Digitalisierung, Medi­zin, Politik und nicht zuletzt die Ge­sellschaft. Dabei gibt sie Einblicke in den Umgang mit Pandemien in der Weltgeschichte und den Besuchenden erschließt sich eine neue und gewinnbringende Perspektive auf die akute Corona-­Pandemie.

Universität Konstanz

HTWG Konstanz

Musikhochschule Trossingen

A | Digitalisierung

Der Empfang im Erdgeschoss bildet den Einstieg in die Ausstellung. Hier werden Tablets mit einer darauf installierten Ausstellungsapp ausgege­ben, die fortan die Ausstellungserfahrung erweitert. Über Bildschirme und in die Tische eingebaute Tablets bekommen Besucher:innen Einblicke in die anderen Geschosse und erhalten erste Informationen über die Möglich­keiten, die den Menschen heutzutage im Vergleich zu vergangenen Pande­mien zur Verfügung stehen.

B | Forschung

Im ersten Obergeschoss wird die Entwicklungsgeschichte der medizini­schen Pandemieforschung erläutert und Krankheitsbilder diverser Seuchen werden näher in den Fokus gerückt. Vertieft wird diese Thematik durch die Tische im Raum, an denen die Besucher:innen mithilfe der Tablets und Augmented-­Reality Symptomatiken am menschlichen Körper untersuchen oder die Unterschiede von Bakterien und Viren analysieren können.

C | Management

Politik ist das Thema des zweiten Obergeschosses. Die Verbreitungswege von Seuchen der Vergangenheit werden erläutert und mit denen des Coro­na-­Virus verglichen. Handelnde Personen und Maßnahmen, die damals wie heute erlassen wurden, können hier näher kennengelernt werden. An dem Tisch in der Mitte des Raumes können die Besucher:innen mithilfe einer Si­mulation selber in die Rolle einer regierenden Person schlüpfen und sich der Thematik auf spielerische Art und Weise nähern.

D | Reallabor

Im dritten Obergeschoss werden schließlich die Auswirkungen von Pande­mien auf die Gesellschaft untersucht. In fünf Versuchsaufbauten werden „Proband:innen“ analysiert und auf ihr Verhalten in der Vergangenheit hin untersucht. Untersuchte Phänomene sind beispielsweise die Spaltung der Gesellschaft, aber auch der Zusammenhalt und die Erinnerungskultur. Be­ sucher:innen können sich Informationen über die Reaktionen der Vergan­genheit holen und diese mit ihren eigenen Erfahrungen mit der aktuellen Pandemie in Verbindung bringen.